Glossar

Abkürzungen und Begrifflichkeiten

Die Betriebsleistung ist das Resultat der Produktion von Gütern oder Dienstleistungen eines Unternehmens. Sie ist das Ergebnis aus Umsatz, ± Bestandsveränderungen + aktivierte Eigenleistungen. In der Bilanzanalyse kommt der Gesamtleistung insbesondere bei lagerintensiven Unternehmen eine höhere Aussagekraft zu als den Umsatzerlösen.

Bilanzgewinn ist ein handelsrechtlicher Begriff, der keineswegs identisch ist mit dem tatsächlich im Geschäftsjahr entstandenen Gewinn. Ein Bilanzgewinn kann selbst dann noch ausgewiesen werden, wenn ein Verlust entstanden ist. Ein Bilanzgewinn entsteht nur dann, wenn die Bilanz nach teilweiser Ergebnisverwendung aufgestellt wurde. Entscheidend für den Ausweis eines Bilanzgewinns ist der Zeitpunkt der Bilanzaufstellung. Ist zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung der Beschluss zur Gewinnverteilung noch nicht gefasst und sind auch keine Ergebnisverwendungen durch Satzung oder Gesetz vorgeschrieben, steht der gesamte Jahresüberschuss zur Verteilung an. Der Bilanzgewinn entspricht dann dem Jahresüberschuss zuzüglich des aus dem Vorjahr übernommenen Gewinnvortrages.

Die Bilanzsumme bezeichnet die Summe des Vermögens bzw. der Aktiva und auch die Summe des Kapitals bzw. der Passiva eines Unternehmens. Alternativ werden auch die Begriffe Gesamtvermögen bzw. Summe Aktiva und Gesamtkapital bzw. Summe Passiva verwendet. Üblicherweise wird die Bilanzsumme in der Bilanz eines Unternehmens jeweils „unter dem Strich“ auf der Aktiv- und Passivseite angegeben.

Auch Rohertrag: Differenz zwischen Umsatzerlösen und Waren- bzw. Materialeinsatz. Er lässt sämtliche Kosten und sonstigen Erträge unberücksichtigt, weshalb er auch als Bruttomarge bezeichnet wird. Im Handel entspricht der prozentuale Rohertrag der Handelsspanne. Der Bruttogewinn zeigt an, wie hoch maximal die Fixkosten sein dürfen, damit noch Gewinne entstehen.

Differenz zwischen Umsatzerlösen und Waren- bzw. Materialeinsatz. Er lässt sämtliche Kosten und sonstigen Erträge unberücksichtigt, weshalb er auch als Bruttomarge bezeichnet wird. Im Handel entspricht der prozentuale Rohertrag der Handelsspanne. Der Bruttogewinn zeigt an, wie hoch maximal die Fixkosten sein dürfen, damit noch Gewinne entstehen.

Der Begriff Cash-flow bezeichnet im Falle eines positiven Werts den Mittelzufluss (den Zufluss liquider Mittel, kurz: Geldzufluss) bzw. im Falle eines negativen Werts den Mittelabfluss während einer Abrechnungsperiode, z.B. eines Geschäftsjahrs. Der Cash-flow als betriebswirtschaftliche Kennzahl beantwortet die Frage: „Wieviel Geld (und nicht: wieviel Gewinn) wurde erwirtschaftet?“ bzw. „Wie hoch ist der Saldo aus Einzahlungen und Auszahlungen?“. Der Cash Flow zeigt damit die Finanzkraft bzw. Innenfinanzierungskraft eines Unternehmens an: je mehr Geld das Unternehmen selbst erwirtschaftet, desto weniger muss es von anderen (z.B. Bankkredite) aufnehmen.

Der Netto Cash-flow ist der um Steuern und Ausschüttungen sowie um Rücklagenbewegungen bereinigte Cash-flow. Der Netto Cash-flow wird auch als Maßstab dafür herangezogen, wie die Unternehmung künftig die Investitionen aus Überschüssen selbst finanzieren kann. Diese Selbstfinanzierungskraft wird über das Verhältnis von Netto Cash-flow zu den Investitionsausgaben gemessen.

Sind alle Verträge endverhandelt, werden sie unterzeichnet (Signing). Auf die Unterzeichnung der Verträge folgt deren Vollzug (Transaktionsabschluss = Closing).

Der Zinsdeckungsgrad (Debt Burden Level oder Interest Service Cover Ratio ISCR), auch Zinslastquote bezeichnet, gibt das Verhältnis der Zinsaufwendungen und Cashflow oder Jahresüberschuss wieder. Diese Kennzahl bewertet die Schuldentragfähigkeit. Ist der Zinsdeckungsgrad hoch, dann besteht ein niedriges Kreditrisiko und umgekehrt. Umso höher der Zinsdeckungsgrad, desto leichter können die Zinsaufwendungen mit dem operativen Geschäft bedient werden. Der Zinsdeckungsgrad verschlechtert sich nicht nur bei einer Erhöhung der Schulden, sondern bei gleichbleibenden Schulden auch durch eine – nicht steuerbare – Erhöhung des Zinsniveaus. Er bringt zum Ausdruck, dass die vom Schuldner zu tragenden Zinsen durch diesen in irgendeiner Art verdient werden müssen.

Allgemein wird unter einer Due Diligence („gebotene Sorgfalt“) eine detaillierte und systematische Analyse der Daten und Informationen über eine Zielgesellschaft (Target) im Rahmen einer beabsichtigten geschäftlichen Transaktion verstanden, die dazu dient, die wesentlichen Einflussfaktoren aufzuzeigen. Auf der Zielgesellschaftsseite wird die Due Diligence durch Zusammenlegung der Unterlagen in einem Besprechungszimmer des Unternehmens (Data Room) und eines Datenraumindexes sowie die Aufstellung von Data Room Rules (Datenraumregeln) vorbereitet. Auf der Bieterseite wird das Team zur Durchführung der Due Diligence zusammengestellt und die so genannte Due Diligence Liste aufgestellt. Es handelt sich dabei um eine Art Checkliste, in der nach den Prüfungsbereichen und je nach Analyseschwerpunkt alle zu prüfenden Unterlagen, Verträge und Dokumente aufgelistet sind.

EBITDA ist die Abkürzung für Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization. Das bedeutet „Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände“. Es ist somit eine Beschreibung der operativen Leistungsfähigkeit vor Investitionsaufwand (operativer Gewinn). Das EBITDA wird zur Unternehmensbewertung, der Bewertung der Kreditwürdigkeit von Unternehmen, bei der Bemessung gewinnabhängiger Managementgehälter und in der Finanzkommunikation. Wegen der eingeschränkten Aussagekraft werden dabei oft noch weitere Kennzahlen berücksichtigt. Kritikwürdig an dieser Kennzahl ist, dass weder Abschreibungen auf (möglicherweise überteuerte) Vermögensgegenstände noch die Kapitalkosten für die Finanzierung werden berücksichtigt, weshalb sich dadurch Verlustsituationen verschleiern lassen.

Die EBITDA-Marge spiegelt das Verhältnis des EBITDA zum Umsatz wider. Damit stellt die EBITDA-Marge eine abgewandelte Form der Umsatzrentabilität dar, die Ergebnisbeiträge aus dem Finanzergebnis, dem außerordentlichen Ergebnis und den Steuern unberücksichtigt lässt. Dadurch werden Unternehmen mit unterschiedlicher Finanzierungsstruktur und einer länder- und rechtsformabhängigen Steuerbelastung vergleichbar.

Das EBIT (Earnings Before Interest and Taxes, „Gewinn vor Zinsen und Steuern“), das auch als operatives Ergebnis bezeichnet wird, sagt etwas über den Gewinn eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum aus und bezeichnet den um Zinsen und Steuern bereinigten Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag.

Die EBIT-Marge drückt aus, welches operative Ergebnis durch einen Jahresumsatz erzielt worden ist. EBIT-Margen sagen auch mittelbar etwas über den Wettbewerb in einer Branche aus, da monopolartige Strukturen tendenziell größere Preisfreiheiten zulassen und deshalb höhere EBIT-Margen erzielt werden können. Kostengünstig produzierende Unternehmen haben größere Vorteile, höhere EBIT-Margen zu erzielen als Unternehmen mit hohem Kostenblock. Hohe Ertragskraft weisen – branchenabhängig – Unternehmen mit einer EBIT-Marge von über 15 % auf, während bei EBIT-Margen von weniger als 3 % hohe Rentabilitätsrisiken vorhanden sind.

Mit dem EGT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) wird eine Unterscheidung zwischen operativem Geschäft und außerordentlichen Ergebnissen ermöglicht. Als „gewöhnliches Geschäft“ gelten die ständig vorkommenden, unternehmenstypischen Geschäfte im Rahmen des Kerngeschäfts. Durch das EGT kann man erfahren, ob und inwieweit ein Gewinn oder Verlust durch außerordentliche bzw. einmalige Effekte entstanden ist und es ermöglicht somit einen Blick auf eine nachhaltigere Ergebnisentwicklung.

Die Eigenkapitalquote bezeichnet den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital (Bilanzsumme), ausgedrückt in %. Sie ist einer der Indikatoren für das Risiko und die Bonität eines Unternehmens: eine hohe Eigenkapitalquote (im Umkehrschluss: eine geringe Verschuldung) verringert das Insolvenzrisiko aus Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit — verringert aber u.U. auch die Eigenkapitalrentabilität.

Die Eigenkapitalrentabilität bzw. Eigenkapitalrendite als eine Form der Kapitalrentabilität bezeichnet die – sich i.d.R. von Jahr zu Jahr verändernde – „Verzinsung“ des eingesetzten Eigenkapitals, ausgedrückt in %. Durch den sogenannten Leverage-Effekt (Hebelwirkung des Fremdkapitals auf die Eigenkapitalrentabilität: durch den Einsatz von Fremdkapital – anstelle von Eigenkapital – kann die Eigenkapitalrendite für die Eigentümer gesteigert werden) kann die Eigenkapitalrendite erhöht werden. Die Eigenkapitalrendite entspricht nicht zwingend der Rendite des Eigenkapitalgebers, z.B. des Gesellschafters – dessen Rendite ist davon abhängig, was er für seine Anteile bezahlt hat.

Zentrale Aufgabe der Unternehmensdarstellung (Exposé), auch Informationsmemorandum genannt, ist die erfolgreiche Präsentation des Unternehmens, sodass die Interessenten innerhalb der Frist einen Entscheid fällen und auch ein Angebot abgeben können. Der Hauptteil des Exposés umfasst üblicherweise Angaben zu hergestellten Produkten und bedienten Märkten, Wettbewerbssituation, Einkauf und Produktion, Marketing und Vertrieb, Beteiligungen, Organisation und EDV sowie Personal. Im Anhang werden die wesentlichen Unternehmenszahlen im Hinblick auf die operative Ertragskraft über die letzten drei Jahre aufgeführt sowie ein Ausblick für die kommenden drei Jahre gegeben. Die vorliegenden Bilanzen sowie GV geben Auskunft über die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens und sind zugleich die verlässliche Basis für die weitere Planung. Es versteht sich, dass die Informationen und Daten des Exposés im Rahmen einer Due Diligence eingehend geprüft werden.

Die Fremdkapitalquote bezeichnet den Anteil des Fremdkapitals am Gesamtkapital, ausgedrückt in %. Die Fremdkapitalquote lässt somit eine Aussage über die Verschuldung eines Unternehmens zu. Mit einer hohen Fremdkapitalquote steigt das Risiko des Unternehmens, da mit steigender Verschuldung sowohl das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit als auch einer Überschuldung zunehmen. Positiv wirkt hingegen u.U. der Leverage-Effekt (Hebelwirkung des Fremdkapitals auf die Eigenkapitalrentabilität: durch den Einsatz von Fremdkapital – anstelle von Eigenkapital – kann die Eigenkapitalrendite für die Eigentümer gesteigert werden).

Der Free Cash-flow ist der Teil des operativen Cash-flows, der nach Abzug der Nettoinvestitionen z.B. für Ausschüttungen und Tilgungen zur Verfügung steht. Allerdings ist der Free Cash-flow nicht wirklich „frei“ (verfügbar), da ja Fremdkapital üblicherweise nach einem festen Tilgungsplan zurückgezahlt werden muss; er dient somit in erster Linie als Bewertungsmaßstab über die finanzielle Stabilität. Er verdeutlicht, wie viel Geld für die Ausschüttungen der Anteilseigner und/oder für eine Tilgung der Fremdfinanzierung verbleibt. Das Ausmaß des nachhaltigen Free Cash-flows ist für Kreditinstitute ein Indikator für die Rückzahlungsfähigkeit von Krediten und wird deshalb oft bei der Kreditwürdigkeitsprüfung als Berechnungsgrundlage des Schuldendienstdeckungsgrads verwendet.

Die Gesamtkapitalrentabilität bzw. Gesamtkapitalrendite als eine Form der Kapitalrentabilität gibt die „Verzinsung“ des gesamten in einem Unternehmen eingesetzten Kapitals, das sich aus Eigenkapital und Fremdkapital zusammensetzt, an. Die Gesamtkapitalrendite beantwortet die Frage: „wie rentabel arbeitet das gesamte im Unternehmen eingesetzte Kapital?“.

Die Herstellungsintensität entspricht dem Prozentsatz der anfallenden Herstellungskosten (Personal- und Materialkosten) je Euro Umsatz.

auch Zinsdeckungsgrad  oder Debt Burden Level oder Zinslastquote bezeichnet, gibt das Verhältnis der Zinsaufwendungen und Cashflow oder Jahresüberschuss wieder. Diese Kennzahl bewertet die Schuldentragfähigkeit. Ist der Zinsdeckungsgrad hoch, dann besteht ein niedriges Kreditrisiko und umgekehrt. Umso höher der Zinsdeckungsgrad, desto leichter können die Zinsaufwendungen mit dem operativen Geschäft bedient werden. Der Zinsdeckungsgrad verschlechtert sich nicht nur bei einer Erhöhung der Schulden, sondern bei gleichbleibenden Schulden auch durch eine – nicht steuerbare – Erhöhung des Zinsniveaus. Er bringt zum Ausdruck, dass die vom Schuldner zu tragenden Zinsen durch diesen in irgendeiner Art verdient werden müssen.

auch Nettogewinn: Der Jahresüberschuss ist die sich aus der GuV ergebende positive Differenz aus Erträgen und Aufwendungen einer Rechnungsperiode. Ein negativer Jahresüberschuss heißt Jahresfehlbetrag. Beide Erfolgsgrößen werden auch unter dem neutralen Begriff Jahresergebnis zusammengefasst. Der Jahresüberschuss ist ein Gewinn nach Steuern, der an die Anteilseigner einer Kapitalgesellschaft ausgeschüttet oder einbehalten (thesauriert) werden kann. Personengesellschaften ermitteln keinen Jahresüberschuss, sondern einen Gewinn, den die Gesellschafter individuell versteuern.

Die Kapitaldienstgrenze ist eine Kennzahl, die den maximal tragbaren Kapitaldienst angibt. Anders als beim Zinsdeckungsgrad geht es hier nicht nur um die Fähigkeit, die Zinsen zu bedienen, sondern auch das ausgeliehene Kapital zu tilgen. Dies wird mit der Kapitaldienstgrenze ausgedrückt. Der Kapitaldienst sollte nie die Kapitaldienstgrenze übersteigen, da sonst Zins- und Tilgungsleistungen nur durch Abbau des Vermögens oder durch zusätzliches Eigen- oder Fremdkapital bezahlt werden können. Falls dies nicht möglich ist, droht die Zahlungsunfähigkeit (Illiquidität).

Der Kapitalumschlag gibt an, wie oft das Gesamtkapital über den Umsatz umgeschlagen wird, ist also das Verhältnis von Umsatz zu Gesamtkapital. Ein Kapitalumschlag von 2 bedeutet z.B., dass ein Unternehmen für jeden als Kapital eingesetzten Euro einen Umsatz von 2 Euro erwirtschaftet. Je höher der Kapitalumschlag ist, desto besser ist die Kapitalrendite.

Beim anonymisierten Kurzprofil, auch Teaser genannt, handelt es sich um eine stark gekürzte Fassung des Käuferprofils, das nur öffentlich zugängliche Informationen enthält, vor allem eine Beschreibung des jeweiligen Geschäftsfelds und seiner Produkte, Personal- und Finanzzahlen sowie die maßgeblichen Kaufargumente. Auf Basis des anonymisierten Kurzprofils erfolgt die diskrete und persönliche Ansprache der potenziellen Interessenten aus den großen Netzwerken und Unternehmensbörsen von AUMENTO, um die Personen zu sondieren, mit denen die zielführenden Transaktionsgespräche geführt werden können.

Unter einem Letter of Intent (LoI) wird eine Absichtserklärung von Vertragsparteien verstanden, die das Interesse an Verhandlungen und am Abschluss eines Vertrages ausdrückt. Diese Erklärung ist rechtlich unverbindlich. Rechtlich verbindlich sind aber die Erklärungen zur Vertraulichkeit, zur Exklusivität sowie zur Zahlung eines bestimmten Betrags, sollte eine der Parteien ein vorzeitiges Abbrechen der Verhandlungen verschulden.

Im deutschsprachigen Raum ist es üblich, den Begriff Mergers & Acquisitions (M&A) in die Termini Fusionen und Akquisitionen aufzuspalten. Fusionen und Akquisitionen (Mergers & Acquisitions) stellen die externe Form des Unternehmenswachstums dar, die eine sprunghafte Verbesserung des Leistungspotenzials eines Unternehmens herbeiführen können, falls M&A in einem ganzheitlichen Prozess (das 3-Stufen-Modell von AUMENTO) betrachtet wird, der von der Identifikation bis Transaktionsabschluss (Closing) reicht und verbindlich eingehalten wird.

Die Materialintensität zeigt das Verhältnis zwischen dem Materialaufwand (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie bezogene Leistungen) und der Gesamtleistung. Die Materialintensität spiegelt die Wirtschaftlichkeit des Materialeinsatzes wider. Eine besonders hohe Quote über 50% ist ein Indiz, dass viele Teile für die Herstellung eines Produkts zugekauft werden. Eine geringe Materialintensität steht für viel Eigenfertigung im Unternehmen. Die Materialintensität ist eine wichtige Kennzahl, da der Materialaufwand meistens der größte oder zweitgrößte Posten der GuV und damit ein Indikator für die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens ist.

Von Management-Buyin (MBI) wird gesprochen, wenn ein Unternehmen durch externes Management übernommen oder die Übernahme durch ein externes Management mit Hilfe eines Finanzinvestors bewerkstelligt wird.

Der Begriff Management-Buyout (MBO) bezeichnet die Übernahme eines Unternehmens oder eines Teils davon durch das bisherige Management. Auch wenn die am Kauf der Unternehmung interessierten Manager als Angestellte gute Einkommen haben, werden sie das Kapital für den Kauf kaum selbst aufbringen können, wobei Sie AUMENTO auch hier unterstützen kann.

Mezzanin-Kapital ist eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital, die zum Einsatz gelangt, wenn das Eigenkapital und die Fremdfinanzierung für den Kauf nicht ausreichen.

Mit dem Verhältnis von Cash-flow der operativen Tätigkeit zu den Umsatzerlösen kann ermittelt werden, wieviel Prozent dem Unternehmen von den Umsatzerlösen für Investitionen und Schuldentilgungen bzw. Dividendenzahlungen zur Verfügung stehen.

auch Jahresüberschuss: Der Jahresüberschuss ist die sich aus der GuV ergebende positive Differenz aus Erträgen und Aufwendungen einer Rechnungsperiode. Ein negativer Jahresüberschuss heißt Jahresfehlbetrag. Beide Erfolgsgrößen werden auch unter dem neutralen Begriff Jahresergebnis zusammengefasst. Der Jahresüberschuss ist ein Gewinn nach Steuern, der an die Anteilseigner einer Kapitalgesellschaft ausgeschüttet oder einbehalten (thesauriert) werden kann. Personengesellschaften ermitteln keinen Jahresüberschuss, sondern einen Gewinn, den die Gesellschafter individuell versteuern.

Im Gegensatz zur Bruttomarge werden bei der Nettomarge nicht nur die Herstellkosten, sondern auch alle übrigen Aufwendungen (zum Beispiel Zinskosten, Verwaltungskosten) vom Umsatz abgezogen. Damit beziffert die Nettomarge letztendlich den prozentualen Anteil des Unternehmensgewinns am Umsatz und wird deshalb auch häufig als Umsatzrendite bezeichnet. Eine Nettomarge von zehn Prozent bedeutet, dass dem Unternehmen von je 100 Euro Umsatz nach Abzug aller Kosten zehn Euro übrig bleiben.

Die Nettoverschuldung ist der Betrag des Fremdkapitals, der nicht durch kurzfristig verfügbare Mittel gedeckt ist. Mit anderen Worten erhält man durch diese Kennzahl die Information über die Geldsumme, die nach Abzug der flüssigen Mittel vom Fremdkapital offen bleibt, bzw. wie viel Geld nach Verbrauch der flüssigen Mittel zur Rückzahlung der Darlehen noch nötig wäre; wie viel also vom Anlage- bzw. Umlaufvermögen aufgelöst werden müsste.

Die Personalintensität (auch Personalaufwandsquote) zeigt das Verhältnis von Personalaufwendungen zur Betriebsleistung. Mit jedem EUR Betriebsleistung (vereinfacht Umsatz) sind durchschnittlich x EUR Personalaufwand verbunden. Der Personalaufwand ergibt sich aus Löhnen, Gehältern und Sozialaufwand.

Der RoI misst den Ertrag/Gewinn im Verhältnis zur Investitionssumme. Der RoI wird oftmals mit der Gesamtkapitalrentabilität gleichgesetzt, ist aber die umfassendere Bezeichnung, da neben der Kapitalrendite eines ganzen Unternehmens auch die Renditen einzelner Investitionen bzw. Projekte gemessen werden.

Auf deutsch „Ergebnis auf das eingesetzte Kapital“. Als eingesetztes Kapital wird beim ROCE lediglich langfristiges Kapital betrachtet, bestehend aus Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital (z.B. Anleihen, Bankdarlehen, Pensionsrückstellungen). Als Ergebnis wird regelmäßig das EBIT verwendet — dadurch handelt es sich beim ROCE um eine Vorsteuerrendite. Der ROCE ist – neben dem ROI bzw. der Gesamtkapitalrentabilität – ein Maßstab für die Kapitalrendite eines Unternehmens.

Die Umsatzrentabilität bzw. Umsatzrendite (Return On Sales, ROS) ist das Verhältnis von Gewinn (Jahresüberschuss nach Steuern) zu Umsatz. Die in Prozent ausgedrückte Umsatzrentabilität ist ein Maßstab für die Effizienz eines Unternehmens, da sie das, was vom Umsatz nach Abzug der Aufwendungen übrig bleibt – den Gewinn – ins Verhältnis zum Umsatz setzt. Die durchschnittliche Umsatzrendite ist von Branche zu Branche sehr unterschiedlich. Auch mit niedrigen Umsatzrenditen können – bei entsprechend hohem Kapitalumschlag – hohe Kapitalrenditen erzielt werden.

Auch Bruttogewinn: Differenz zwischen Umsatzerlösen und Waren- bzw. Materialeinsatz. Er lässt sämtliche Kosten und sonstigen Erträge unberücksichtigt, weshalb er auch als Bruttomarge bezeichnet wird. Im Handel entspricht der prozentuale Rohertrag der Handelsspanne. Der Bruttogewinn zeigt an, wie hoch maximal die Fixkosten sein dürfen, damit noch Gewinne entstehen.

Der Teaser, auch anonymisiertes Kurzprofil genannt, ist eine stark gekürzte Fassung des Käuferprofils, das nur öffentlich zugängliche Informationen enthält, vor allem eine Beschreibung des jeweiligen Geschäftsfelds und seiner Produkte, Personal- und Finanzzahlen sowie die maßgeblichen Kaufargumente. Auf Basis des anonymisierten Kurzprofils erfolgt die diskrete und persönliche Ansprache der potenziellen Interessenten aus den großen Netzwerken und Unternehmensbörsen von AUMENTO, um die Personen zu sondieren, mit denen die zielführenden Transaktionsgespräche geführt werden können.

Im Allgemeinen ist bei Unternehmensübernahmen das Transaktionsvolumen die vom Käufer gezahlte Summe, zuzüglich die langfristigen Verbindlichkeiten der übernommenen Gesellschaft. Bei anteiligen Übernahmen werden die langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe des übernommenen Anteils berücksichtigt.

Die Umlaufintensität zeigt an, wie hoch der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen in einem Unternehmen ist. Die Umlaufintensität gibt Auskunft darüber, wie lange das Umlaufvermögen im Unternehmen verweilt. Eine hohe Umlaufintensität ermöglicht es, sich in stärkerem Umfang mit kurzfristigem Fremdkapital zu finanzieren, da das Umlaufvermögen in der Regel eine kurze Verweildauer im Unternehmen hat. Eine hohe Umlaufintensität ermöglicht dem Unternehmen schnelle Reaktionen sowohl auf konjunkturelle Veränderungen als auch auf eine Veränderung der Beschäftigungslage. Sie ist ein Indiz für einen guten Umgang mit den vorhandenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Hohe Lagerbestände tragen zu einer Steigerung der Umlaufintensität bei.

Umsatz bzw. Umsatzerlöse entsprechen den kumulierten Verkaufserlösen der Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens. Der Umsatz lässt sich als Produkt aus Absatzmenge × Preis für alle Produkte berechnen; Erlösschmälerungen wie z.B. Rabatte, Boni oder Skonti werden vom Umsatz abgezogen. Die Umsatzsteuer geht nicht mit ein — es handelt sich in der GuV um den Nettoumsatz.

Die Vermögensintensität gibt das Verhältnis zwischen Anlagevermögen und Umlaufvermögen wieder. Bei anlagenintensiven Unternehmen (produzierendes Gewerbe, Transport-, Infrastruktur- und Telekommunikationsunternehmen) überwiegt das Anlagevermögen, im Handel und Baugewerbe das Umlaufvermögen.

Der Verschuldungsgrad bezeichnet das Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital, ausgedrückt in %. Der Verschuldungsgrad stellt eine zur Fremdkapitalquote alternative oder diese ergänzende Kennzahl dar, die über die Kapital- bzw. Finanzierungsstruktur bzw. die Verschuldung eines Unternehmens informiert. Je höher der Verschuldungsgrad, desto riskanter ist das Unternehmen aufgestellt – allerdings steigert ein hoher Verschuldungsgrad aufgrund des Leverage-Effekts (Hebelwirkung des Fremdkapitals auf die Eigenkapitalrentabilität: durch den Einsatz von Fremdkapital – anstelle von Eigenkapital – kann die Eigenkapitalrendite für die Eigentümer gesteigert werden) in der Regel die Eigenkapitalrentabilität.

Der Zinsdeckungsgrad (Debt Burden Level oder Interest Service Cover Ratio ISCR), auch Zinslastquote bezeichnet, gibt das Verhältnis der Zinsaufwendungen und Cashflow oder Jahresüberschuss wieder. Diese Kennzahl bewertet die Schuldentragfähigkeit. Ist der Zinsdeckungsgrad hoch, dann besteht ein niedriges Kreditrisiko und umgekehrt. Umso höher der Zinsdeckungsgrad, desto leichter können die Zinsaufwendungen mit dem operativen Geschäft bedient werden. Der Zinsdeckungsgrad verschlechtert sich nicht nur bei einer Erhöhung der Schulden, sondern bei gleichbleibenden Schulden auch durch eine – nicht steuerbare – Erhöhung des Zinsniveaus. Er bringt zum Ausdruck, dass die vom Schuldner zu tragenden Zinsen durch diesen in irgendeiner Art verdient werden müssen.